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Letztes Update: 09.05.2018
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Definition: Massage ist eine zu Heilzwecken mit der Hand ausgeführte Beeinflussung der Körperoberfläche und der Muskulatur. Sie löst außerdem eine Fern- und Allgemeinwirkung auf den Gesamtorganismus aus.
Massagegriffe sind in erster Linie kreislauffördernde Maßnahmen. Sie sorgen für eine verbesserte Durchblutung durch Eröffnung von Kapillargefäßen (kleinsten Haargefäßen). Desweiteren werden Stauungsprodukte, Stoffwechselschlacken und Blutungsrückstände zum Abtransport gebracht.
Wirkungen der klassischen Massage
...auf das arterielle System

Durch Ausschüttung der Hormone Azetylcholin und Histamin wird eine positive Wirkung auf die Arterien ausgeübt, die sich dadurch weitstellen und die erforderlichen Abschnitte besser mit Blut bzw. Sauerstoff versorgen können.
Durch Wiederinbetriebnahme ruhender oder verödeter Gefäßbezirke wird eine vermehrte Kapillardurchblutung erreicht. Es kommt somit zu einer Blutvolumen-steigerung und zu einer besseren Sauerstoffausnutzung.
...auf das venöse System
Es kommt durch die mechanische Wirkung (Ausstreichungen) zur besseren Rückresorption von Ödemen (Wasseransammlungen z.T. mit Schlackenstoffen). Vorsicht ist hingegen bei Ödemen entzündlicher, traumatischer oder postoperativer Ursache gegeben, da hier keine Verbesserung zu erwarten ist sondern eine Verschlimmerung des Ödems eintritt.
...auf das Lymphsystem
Normalerweise wird durch die Technik des Ausstreichens ein guter lymphatischer Rückfluß erreicht. Durch die mechanische Beeinflussung der Haut kommt es jedoch zu einer gewaltigen lokalen Durchblutungssteigerung. Blut besteht u.a. aus Eiweiß und Eiweiße sind chemisch sehr bindungsfreudig mit Wasser. D.h. ein ödematöser Bezirk wird zwar entstaut, aber es kommt sofort zu einer Verschlimmerung dieses Ödems durch Neubindung von Wasser.
...auf die Muskulatur
Zunächst ist die Schmerzlinderung durch Beeinflussung der Tastsinneszellen in der Haut zu erwähnen. Durch die direkte mechanische Einwirkung kommt es örtlich zur Spannungsregulierung der Muskulatur. Verspannte Muskelgruppen können durch geeignete Massagegriffe in der Spannung gesenkt werden und schlaffere Muskelgruppen können tonisiert werden.
Es kommt weiterhin zu einer günstigen Beeinflussung des Muskelstoffwechsels durch Bildung des ATP (energiereiche Phosphorverbindung als Energielieferant der Muskulatur) und Entfernung von Abbauprodukten wie z.B. der Milchsäure.
Durch die Kombination mit geeigneten krankengymnastischen Maßnahmen kommt es bei leistungsschwacher Muskulatur zum Substanzgewinn durch Zellwachstum, Zellvermehrung und Zellregeneration sowie zur Förderung der Muskelelastizität, -kraft.
...Fernwirkung
Eine deutliche Verbesserung der Makrozirkulation (Blutzirkulation in den großen Gefäßen) besonders im Bereich der Extremitäten.
Die ausgesprochene beruhigende und somit regulierende Wirkung auf Atmung, Blutdruck, Puls und Schlaf sollen hier als erstes erwähnt werden.
Eine Wirkung auf das hormonelle System (Hirnanhangdrüse, Nebennierenrinde) z.B. bei der vermehrten Kortisolausschüttung, wenn in der aufbauenden Phase der Biorhythmik des Vormittags behandelt wird. Als letztes ist die Schmerzlindernde Wirkung durch Ausschüttung von Endorphinen (schmerzmindernde morphinähliche Eiweißkörper aus dem Gehirn) zu erwähnen.
Eine Massage ist also eine sehr umfangreiche Behandlungsform und nicht bloß ein bißchen Ölverschmieren auf dem Rücken.

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